Weiterbildung zum zertifizierten „MuT- Trainer/in“

„Meine Maske war dieUnsichtbarkeit…“
   (MuT-Teilnehmer, 15 Jahre)

                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Die Eltern eines Schülers waren schockiert, als sie ihren Sohn sagen hörten: „Ich will nicht mehr leben.“ Hintergrund für diese bestürzende Aussage ist der erlebte Schulalltag des Jugendlichen gewesen, der für ihn unerträglich geworden ist. Die Eltern reagierten: Neben der Kontaktaufnahme zur Schule und Jugendamt wurde die Unterstützung des Jugendhilfeträgers „Nordlicht e.V.“ in Anspruch genommen, so dass eine zeitnahe und passgenaue Hilfe erfolgen konnte.

Durch die Teilnahme ist es dem Jugendlichen gelungen, Selbstwertgefühl sowie Selbstsicherheit und Abgrenzungsverhalten erlernen und stabilisieren zu können.

Bedauerlicherweise ist das oben erwähnte Erleben eines nicht zumutbaren Schulalltages kein Einzelfall. Das Phänomen Mobbing ist weit verbreitet. Untersuchungen gehen von 760.000 Mobbing-Fällen pro Woche sowie 282.000 Cyber-Mobbing-Attacken im Kontext Schule aus.
Um den darunter leidenden Schülerinnen und Schülern eine geeignete Unterstützung und vor allem bessere (Schul-)Perspektive ermöglichen zu können, gibt es für betroffene Mädchen und Jungen das Angebot der MuT-Gruppen bei Nordlicht e.V. .

Für die Leitung und Durchführung dieser MuT-Gruppen bietet das HIBECO eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation an.

Inhaltlich werden in den Modulen theoretische sowie praktische Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die dazu befähigen sollen, eigenständig mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und Jungerwachsenen zum Phänomen Mobbing arbeiten zu können.

Seminarschwerpunkte sind unter anderem:

  • Vermittlung von Grundlagen
  • Erläuterung von Gruppenprozessen,
  • Vermittlung von Kommunikationstechniken
  • Rollen und Haltung der Professionellen
  • Fallvorstellungen
  • Praxisreflektion
  • Konzeptvorstellung
  • Anker- Sitzungen (Selbsterfahrungselement)
  • Thaikido-Einheit.

Das HIBECO-Seminarteam arbeitet dialogorientiert, um von Beginn an einen angestrebten Theorie-Praxis-Transfer initiieren zu können.

Eine erfolgreiche Arbeit in der Praxis führt neben einem Mehr an Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit bei der Klientel außerdem zur Vermeidung zukünftiger Opfer – als auch Tätersituationen! 

Zielgruppe:

  • LehrerInnen
  • ReferendarInnen
  • Lehramtsstudierende
  • (Schul)-SozialpädagogInnen
  • pädagogisch tätiges Schul- & Ausbildungspersonal                                                                                                                                                                                        

Praxiserfahrungen sind nicht erforderlich!

Dauer der Ausbildung: Zeitlicher Umfang: 200 Stunden, davon:

  • 160 Stunden im Seminar;
  • 40 Stunden selbstorganisierte  Praxiserfahrungen;

Wenn Sie sich für über die Weiterbildung näher informieren möchten, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir freuen uns über Ihren Anruf oder Ihre e-mail.

Ansprechpartner: Dr. Horst Schawohl

Telefon: 0179/ 3913605  E-Mail: H.Schawohl@hibeco.hamburg