ADAM- Training

Zielgruppe: Männliche junge Heranwachsende, junge Erwachsene sowie erwachsene gewaltbereite und/oder gewalttätige Männer ab 18 Jahren, die vorrangig im Kontext eines häuslichen bzw. familiären Umfeldes Gewalt anwenden

Ausschlusskriterien:
⦁ Teilnehmer mit  primären  Suchterkrankungen
⦁ Teilnehmer mit  psychopathologischen  Auffälligkeiten, z.B. diagnostizierten suizidalen  Tendenzen,  schwerwiegenden  Persönlichkeits- störungen und  psychopathologischen  Krankheitsbildern,  
die einer  psychiatrischen Intervention  bedürfen
⦁ Fehlende Sprachkenntnisse
⦁ Unzureichende kognitive Fähigkeiten

Leistungsziele:
Dem Adam- Training liegt folgendes Grundverständnis zugrunde:
⦁ Die Ausübung häuslicher Gewalt ist Ausdruck erlernter Denk- und Verhaltensweisen
⦁ Gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien können demnach ebenso erlernt werden
⦁ Täter sind für ihr gewalttätiges Verhalten zu 100 % verantwortlich
⦁ Es gibt keine Rechtfertigungen die Gewalt legitimieren
⦁ Gewalttätigem Verhalten liegt eine Entscheidung zugrunde

Daraus lassen sich folgende Ziele ableiten:
⦁ Veränderung der bisherigen Gewalteinstellung
⦁ Verzicht auf Gewaltanwendung;
⦁ Übernahme von Verantwortung für das eigene Verhalten
⦁ Abbau von Neutralisierungstechniken
⦁ Entwicklung von Opferempathie;
⦁ Förderung von Stärken und Fähigkeiten;
⦁ Erwerb sozialer Kompetenzen;
⦁ Erlernen von Handlungsalternativen;
⦁ Steigerung der Kommunikationsfähigkeit und der Ambiguitätstoleranz

Leistungsinhalte:
Die methodische Grundlage des Trainings basiert auf den empirisch- soziologischen Theorien und Konzepten zur Entstehung häuslicher Gewalt, soziologischer Kriminalitätstheorien und der konfrontativen Pädagogik. Das Training wendet sich in einem ganzheitlichen, kognitiv verhaltensorientieren und lerntheoretischen Setting direktiv an den Teilnehmer.
12 wöchentlich stattfindende Trainingssitzungen a 1,5 Std.;
⦁ Einzelgespräche;
⦁ Biographiearbeit
⦁ Unterzeichnung einer Gewaltverzichtserklärung
⦁ Dialogische Auseinandersetzung mit eigenem Täterverhalten, Opfererfahrungen, Rollenmodellen von Männlichkeit und Beziehungsmustern
⦁ Konfrontation mit dem Gewaltverhalten
⦁ Zielvereinbarung(en) definieren;
⦁ Angebot von Mediationsterminen
⦁ Führen eines Konflikttagebuches
⦁ Steigerung der Nachhaltigkeit der Sitzungstermine durch „Hausaufgaben“
⦁ Bei Bedarf Vermittlung anderer Hilfen

Personal:
Das Training wird von einer Diplom-Sozialpädagogin oder einem Diplom- Sozialpädagogen durchgeführt, der/die über folgende Zusatzqualifikation verfügt:
⦁ Gewaltpräventive soziale Gruppenarbeit oder/und
⦁ AAT® /CT® – Trainer/in oder/und
⦁ Absolvierung des trägerinternen Schulungsverfahren
Regelmäßige Teilnahme an Supervisionsveranstaltungen sowie Fort- und Weiterbildung des Personals sind gewährleistet.
Teilnahmevereinbarung:
Zu Beginn des Trainings unterzeichnet jeder Teilnehmer im Rahmen eines schriftlichen Vertrages eine Verbindlichkeitserklärung für die Teilnahme. In diesem Vertrag werden zudem die Regeln aufgelistet, die vorab aufgestellt werden. Bei Nichteinhaltung dieser Regeln, wie beispielsweise unentschuldigtes Fernbleiben vom Kurs, wird dies als Verstoß gegen den Vertrag gewertet und kann zur Beendigung des Trainings führen.
Wenn Sie sich für über das Training näher informieren möchten, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir freuen uns über Ihren Anruf oder Ihre e- mail.

Ansprechpartnerin: Steph Wirth
Telefon: 0177 / 466 87 02 E-Mail: S.Wirth@hibeco.hamburg